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Tannhäuser, Act 2:"Blick'ich umher in diesem edlen Kreise" (Wolfram, Chor,Tannhäuser) - Bernard Haitink/Bernd Weikl.lrc

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[00:00.000] 作曲 : Richard Wagner
[00:22.193]Blick' ich umher in diesem edlen Kreise,
[00:30.765]welch hoher Anblick macht mein Herz erglühn!
[00:39.820]So viel der Helden, tapfer, deutsch und weise, -
[00:50.165]ein stolzer Eichwald, herrlich, frisch und grün.
[00:59.094]Und hold und tugendsam erblick' ich Frauen, -
[01:06.462]lieblicher Blüten düftereichsten Kranz.
[01:17.317]Es wird der Blick wohl trunken mir vom Schauen,
[01:26.466]mein Lied verstummt vor solcher Anmut Glanz. -
[01:50.301]Da blick' ich auf zu einem nur der Sterne,
[01:58.617]der an dem Himmel, der mich blendet, steht:
[02:14.786]es sammelt sich mein Geist aus jener Ferne,
[02:26.872]andächtig sinkt die Seele in Gebet.
[02:45.324]Und sieh! Mir zeiget sich ein Wunderbronnen,
[02:54.232]in den mein Geist voll hohen Staunens blickt:
[03:03.534]aus ihm er schöpfet gnadenreiche Wonnen,
[03:11.871]durch die mein Herz er namenlos erquickt.
[03:21.634]Und nimmer möcht' ich diesen Bronnen trüben,
[03:29.489]berühren nicht den Quell mit frevlem Mut:
[03:38.108]in Anbetung möcht' ich mich opfernd üben,
[03:49.797]vergiessen froh mein letztes Herzensblut. -
[04:09.900]Ihr Edlen mögt in diesen Worten lesen,
[04:18.878]wie ich erkenn' der Liebe reinstes Wesen!
[04:35.895]So ists! So ist's! Gepriesen sei dein Lied!
[04:52.315]Auch ich darf mich so glücklich nennen
[04:56.553]zu schaun, was, Wolfram, du geschaut!
[05:00.891]Wer sollte nicht den Bronnen kennen?
[05:04.897]Hör, seine Tugend preis' ich laut! -
[05:09.592]Doch ohne Sehnsucht heiss zu fühlen
[05:13.516]ich seinem Quell nicht nahen kann:
[05:17.447]Des Durstes Brennen muss ich kühlen,
[05:21.956]getrost leg' ich die Lippen an.
[05:24.936]In vollen Zügen trink' ich Wonnen,
[05:28.713]in die kein Zagen je sich mischt:
[05:31.945]denn unversiegbar ist der Bronnen,
[05:35.987]wie mein Verlangen nie erlischt.
[05:38.836]So, dass mein Sehnen ewig brenne,
[05:45.914]lab' an dem Quell ich ewig mich:
[05:52.126]und wisse, Wolfram, so erkenne
[05:56.094]der Liebe wahrstes Wesen ich!
文本歌词
作曲 : Richard Wagner
Blick' ich umher in diesem edlen Kreise,
welch hoher Anblick macht mein Herz erglühn!
So viel der Helden, tapfer, deutsch und weise, -
ein stolzer Eichwald, herrlich, frisch und grün.
Und hold und tugendsam erblick' ich Frauen, -
lieblicher Blüten düftereichsten Kranz.
Es wird der Blick wohl trunken mir vom Schauen,
mein Lied verstummt vor solcher Anmut Glanz. -
Da blick' ich auf zu einem nur der Sterne,
der an dem Himmel, der mich blendet, steht:
es sammelt sich mein Geist aus jener Ferne,
andächtig sinkt die Seele in Gebet.
Und sieh! Mir zeiget sich ein Wunderbronnen,
in den mein Geist voll hohen Staunens blickt:
aus ihm er schöpfet gnadenreiche Wonnen,
durch die mein Herz er namenlos erquickt.
Und nimmer möcht' ich diesen Bronnen trüben,
berühren nicht den Quell mit frevlem Mut:
in Anbetung möcht' ich mich opfernd üben,
vergiessen froh mein letztes Herzensblut. -
Ihr Edlen mögt in diesen Worten lesen,
wie ich erkenn' der Liebe reinstes Wesen!
So ists! So ist's! Gepriesen sei dein Lied!
Auch ich darf mich so glücklich nennen
zu schaun, was, Wolfram, du geschaut!
Wer sollte nicht den Bronnen kennen?
Hör, seine Tugend preis' ich laut! -
Doch ohne Sehnsucht heiss zu fühlen
ich seinem Quell nicht nahen kann:
Des Durstes Brennen muss ich kühlen,
getrost leg' ich die Lippen an.
In vollen Zügen trink' ich Wonnen,
in die kein Zagen je sich mischt:
denn unversiegbar ist der Bronnen,
wie mein Verlangen nie erlischt.
So, dass mein Sehnen ewig brenne,
lab' an dem Quell ich ewig mich:
und wisse, Wolfram, so erkenne
der Liebe wahrstes Wesen ich!

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