文本歌词
作词 : Hugo von Hofmannsthal 作曲 : Richard StraussGrossmächtige Prinzessin, wer verstünde nicht,Dass so erlauchter und erhabener Personen TraurigkeitMit einem anderen Mass gemessen werden mussAls der gemeinen Sterblichen. - JedochSind wir nicht Frauen unter uns, und schlägt denn nichtIn jeder Brust ein unbegreiflich, unbegreiflich Herz?Von unserer Schwachheit sprechen,Sie uns selber eingestehen,Ist es nicht schmerzlich süss ?Und zuckt uns nicht der Sinn danach?Sie wollen mich nicht hören -Schön und stolz und regungslos,Als wären Sie die Statue auf Ihrer eigenen Gruft -Sie wollen keine andere VertrauteAls diesen Fels und diese Wellen haben?Prinzessin, hören Sie mich an - nicht Sie allein,Wir alle - ach, wir alle - was Ihr Herz erstarrt,Wer ist die Frau, die es nicht durchgelitten hätte?Verlassen! in Verzweiflung! ausgesetzt!Ach, solcher wüsten Inseln sind unzähligeAuch mitten unter Menschen, ich - ich selberIch habe ihrer mehrere bewohntUnd habe nicht gelernt, die Männer zu verfluchen.Treulos - sie sinds!Ungeheuer, ohne Grenzen!Eine kurze Nacht,Ein hastiger Tag,Ein Wehen der Luft,Ein fliessender BlickVerwandelt ihr Herz!Aber sind wir denn gefeitGegen die grausamen - entzückenden,Die unbegreiflichen Verwandlungen?Noch glaub' ich dem einen ganz mich gehörend,Noch mein' ich mir selber so sicher zu sein,Da mischt sich im Herzen leise betörendSchon einer nie gekosteten Freiheit,Schon einer neuen verstohlenen LiebeSchweifendes freches Gefühle sich ein!Noch bin ich wahr, und doch ist es gelogen,Ich halte mich treu und bin schon schlecht,Mit falschen Gewichte wird alles gewogen -Und halb mich wissend und halb im TaumelBetrüg' ich ihn endlich und lieb' ihn noch recht!So war es mit PagliazzoUnd mit Mezzetin!Dann war es Cavicchio,Dann Burattin,Dann Pasquariello !Ach, und zuweilen,Will es mir scheinen,Waren es zwei!Doch niemals Launen,Immer ein Müssen!Immer ein neuesBeklommenes Staunen.Dass ein Herz so gar sich selber,Gar sich selber nicht versteht!Als ein Gott kam jeder gegangen,Und sein Schritt schon machte mich stumm,Küsste er mir Stirn und Wangen,War ich von dem Gott gefangenUnd gewandelt um und um!Als ein Gott kam jeder gegangen,Jeder wandelte mich um,Küsste er mir Mund und Wangen,Hingegeben war ich stumm!Kam der neue Gott gegangen,Hingegeben war ich stumm!