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Siegfried, Act III, Scene 1, II, Stark ruft das Lied - Hans Hotter.lrc

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[00:22.608]Stark ruft das Lied;
[00:34.795]kräftig reizt der Zauber.
[00:45.625]Ich bin erwacht
[00:51.904]aus wissendem Schlaf:
[00:59.533]wer scheucht den Schlummer mir?
[01:15.678]Der Weckrufer bin ich,
[01:19.891]und Weisen üb’ ich,
[01:23.999]daß weithin wache,
[01:27.928]was fester Schlaf verschließt.
[01:32.364]Die Welt durchzog ich,
[01:35.807]wanderte viel,
[01:39.209]Kunde zu werben,
[01:43.119]urweisen Rat zu gewinnen.
[01:49.741]Kundiger gibt es
[01:51.888]keine als dich;
[01:53.615]bekannt ist dir,
[01:55.589]was die Tiefe birgt,
[02:00.087]was Berg und Tal,
[02:02.611]Luft und Wasser durchwebt.
[02:06.485]Wo Wesen sind,
[02:09.362]wehet dein Atem;
[02:14.541]wo Hirne sinnen,
[02:19.272]haftet dein Sinn:
[02:23.491]alles, sagt man,
[02:27.647]sei dir bekannt.
[02:32.968]Daß ich nun Kunde gewänne,
[02:39.773]weck’ ich dich aus dem Schlaf!
[02:57.327]Mein Schlaf ist Träumen,
[03:03.673]mein Träumen Sinnen,
[03:11.357]mein Sinnen Walten des Wissens.
[03:29.498]Doch wenn ich schlafe,
[03:32.847]wachen Nornen:
[03:37.466]sie weben das Seil
[03:41.294]und spinnen fromm, was ich weiß:
[03:48.398]was frägst du nicht die Nornen?
[03:55.655]Im Zwange der Welt
[03:58.596]weben die Nornen:
[04:00.960]sie können nichts wenden noch wandeln.
[04:07.313]Doch deiner Weisheit
[04:09.960]dankt’ ich den Rat wohl,
[04:13.059]wie zu hemmen ein rollendes Rad?
[04:26.502]Männertaten
[04:28.749]umdämmern mir den Mut:
[04:34.646]mich Wissende selbst
[04:41.109]bezwang ein Waltender einst.
[04:52.403]Ein Wunschmädchen
[04:57.907]gebar ich Wotan:
[05:05.581]der Helden Wal
[05:11.222]hieß für sich er sie küren.
[05:19.964]Kühn ist sie
[05:25.225]und weise auch:
[05:35.338]was weckst du mich
[05:41.339]und frägst um Kunde
[05:46.596]nicht Erdas und Wotans Kind?
[05:55.943]Die Walküre meinst du,
[05:58.786]Brünnhild’, die Maid?
[06:02.750]Sie trotzte dem Stürmebezwinger,
[06:08.391]wo er am stärksten selbst sich bezwang:
[06:12.653]was den Lenker der Schlacht
[06:15.038]zu tun verlangte,
[06:17.681]doch dem er wehrte – zuwider sich selbst –:
[06:21.785]allzu vertraut
[06:24.350]wagte die Trotzige,
[06:26.820]das für sich zu vollbringen,
[06:31.429]Brünnhild’ in brennender Schlacht.
[06:35.945]Streitvater
[06:38.414]strafte die Maid;
[06:40.555]in ihr Auge drückte er Schlaf;
[06:44.982]auf dem Felsen schläft sie fest:
[06:49.805]erwachen wird
[06:52.551]die Weihliche nur,
[06:56.400]um einen Mann zu minnen als Weib.
[07:10.195]Frommten mir Fragen an sie?
[07:28.868]Wirr wird mir,
[07:34.308]seit ich erwacht:
[07:37.851]wild und kraus
[07:41.674]kreist die Welt!
[07:47.677]Die Walküre,
[07:50.717]der Wala Kind,
[07:54.356]büßt’ in Banden des Schlafs,
[07:59.646]als die wissende Mutter schlief?
[08:06.631]Der den Trotz lehrte,
[08:10.282]straft den Trotz?
[08:14.530]Der die Tat entzündet,
[08:18.380]zürnt um die Tat?
[08:21.886]Der die Rechte wahrt,
[08:26.167]der die Eide hütet,
[08:31.697]wehret dem Recht,
[08:35.972]herrscht durch Meineid? –
[08:43.845]Laß mich wieder hinab:
[08:50.966]Schlaf verschließe mein Wissen!
[08:59.153]Dich, Mutter, lass’ ich nicht ziehn,
[09:03.208]da des Zaubers mächtig ich bin. –
[09:08.506]Urwissend
[09:10.794]stachest du einst
[09:12.750]der Sorge Stachel
[09:15.081]in Wotans wagendes Herz:
[09:20.009]mit Furcht vor schmachvoll
[09:24.162]feindlichem Ende
[09:26.635]füllt’ ihn dein Wissen,
[09:30.156]daß Bangen band seinen Mut.
[09:37.276]Bist du der Welt
[09:40.824]weisestes Weib,
[09:42.739]sage mir nun:
[09:45.560]wie besiegt die Sorge der Gott?
[09:51.379]Du bist – nicht,
[09:53.516]was du dich nennst!
[09:56.247]Was kamst du, störrischer Wilder,
[10:00.676]zu stören der Wala Schlaf?
[10:05.210]Du bist – nicht,
[10:07.005]was du dich wähnst!
[10:10.051]Urmütter–Weisheit
[10:14.669]geht zu Ende:
[10:17.697]dein Wissen verweht
[10:21.369]vor meinem Willen.
[10:24.211]Weißt du, was Wotan – will?
文本歌词
Stark ruft das Lied;
kräftig reizt der Zauber.
Ich bin erwacht
aus wissendem Schlaf:
wer scheucht den Schlummer mir?
Der Weckrufer bin ich,
und Weisen üb’ ich,
daß weithin wache,
was fester Schlaf verschließt.
Die Welt durchzog ich,
wanderte viel,
Kunde zu werben,
urweisen Rat zu gewinnen.
Kundiger gibt es
keine als dich;
bekannt ist dir,
was die Tiefe birgt,
was Berg und Tal,
Luft und Wasser durchwebt.
Wo Wesen sind,
wehet dein Atem;
wo Hirne sinnen,
haftet dein Sinn:
alles, sagt man,
sei dir bekannt.
Daß ich nun Kunde gewänne,
weck’ ich dich aus dem Schlaf!
Mein Schlaf ist Träumen,
mein Träumen Sinnen,
mein Sinnen Walten des Wissens.
Doch wenn ich schlafe,
wachen Nornen:
sie weben das Seil
und spinnen fromm, was ich weiß:
was frägst du nicht die Nornen?
Im Zwange der Welt
weben die Nornen:
sie können nichts wenden noch wandeln.
Doch deiner Weisheit
dankt’ ich den Rat wohl,
wie zu hemmen ein rollendes Rad?
Männertaten
umdämmern mir den Mut:
mich Wissende selbst
bezwang ein Waltender einst.
Ein Wunschmädchen
gebar ich Wotan:
der Helden Wal
hieß für sich er sie küren.
Kühn ist sie
und weise auch:
was weckst du mich
und frägst um Kunde
nicht Erdas und Wotans Kind?
Die Walküre meinst du,
Brünnhild’, die Maid?
Sie trotzte dem Stürmebezwinger,
wo er am stärksten selbst sich bezwang:
was den Lenker der Schlacht
zu tun verlangte,
doch dem er wehrte – zuwider sich selbst –:
allzu vertraut
wagte die Trotzige,
das für sich zu vollbringen,
Brünnhild’ in brennender Schlacht.
Streitvater
strafte die Maid;
in ihr Auge drückte er Schlaf;
auf dem Felsen schläft sie fest:
erwachen wird
die Weihliche nur,
um einen Mann zu minnen als Weib.
Frommten mir Fragen an sie?
Wirr wird mir,
seit ich erwacht:
wild und kraus
kreist die Welt!
Die Walküre,
der Wala Kind,
büßt’ in Banden des Schlafs,
als die wissende Mutter schlief?
Der den Trotz lehrte,
straft den Trotz?
Der die Tat entzündet,
zürnt um die Tat?
Der die Rechte wahrt,
der die Eide hütet,
wehret dem Recht,
herrscht durch Meineid? –
Laß mich wieder hinab:
Schlaf verschließe mein Wissen!
Dich, Mutter, lass’ ich nicht ziehn,
da des Zaubers mächtig ich bin. –
Urwissend
stachest du einst
der Sorge Stachel
in Wotans wagendes Herz:
mit Furcht vor schmachvoll
feindlichem Ende
füllt’ ihn dein Wissen,
daß Bangen band seinen Mut.
Bist du der Welt
weisestes Weib,
sage mir nun:
wie besiegt die Sorge der Gott?
Du bist – nicht,
was du dich nennst!
Was kamst du, störrischer Wilder,
zu stören der Wala Schlaf?
Du bist – nicht,
was du dich wähnst!
Urmütter–Weisheit
geht zu Ende:
dein Wissen verweht
vor meinem Willen.
Weißt du, was Wotan – will?